Wirkstoffe in der Naturkosmetik

Schon die Pharaoninnen im alten Ägypten pflegten ihren Körper mit dem Saft der Aloe Vera-Pflanze. Auch Nahrungsmittel wie die Milch wusste die bekannte Cleopatra für ihre Schönheit gewinnbringend einzusetzen. Heutzutage wird man mit der Naturkosmetik zwar keinen römischen Cäsaren mehr für sich vereinnahmen können, wirkungsvoll ist die Naturkosmetik aber allemal.

Pflanzliche Wirkstoffe

In der Pflanzenwelt gibt es viele Wirkstoffe, die die Schönheit und das Wohlbefinden positiv beeinflussen können. So ist die Rose ein echter Klassiker im Bereich Naturkosmetik. „Die Königin der Blumen“ wurde bereits im Mittelalter in Klostergärten als Heilpflanze angebaut. Damals sollte sie Magenschmerzen und Augenentzündungen lindern. Später kamen die Wirkstoffe der Rose in der Aromatherapie zum Einsatz. Naturkosmetik-Hersteller verwenden sie heute vor allem wegen ihrer positiven Wirkung auf die Haut. Die Bitterstoffe in Blütenblätterspitzen wirken kühlend und entzündungshemmend, im Blütenblatt sind darüber hinaus wertvolle ätherische Öle gespeichert. Diese sollen die Elastizität der Haut verbessern und die Kollagenproduktion in Schwung bringen.

Eine weitere Pflanze, die in der Naturkosmetik oft zum Einsatz kommt, ist die Nachtkerze. Tagsüber bemerkt man die Nachtkerze fast gar nicht, da sie nur in der Nacht ihren süßen Duft verströmt. Daher stammt auch ihr Name. Wie wertvoll die Wirkstoffe dieser Pflanze sind, zeigt der Fakt, dass das Öl der Nachtkerze eines der teuersten der Welt ist. Ein Gramm Öl wird aus 10.000 Samenkörnern gewonnen. Doch was macht die Nachtkerze so wertvoll? In ihr stecken Aminosäuren, Mineralien und Vitamin E. Der Anteil an Gamma-Linolensäure ist besonders hoch, dieser Wirkstoff soll vor allem schuppige und raue Haut wieder geschmeidig und elastisch machen. Durch das Öl der Nachtkerze kann sich zudem eine Schutzbarriere auf der Haut aufbauen, so bleibt Feuchtigkeit gut in der Haut gespeichert. Umso höher der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ist, umso langsamer geht die Hautalterung vonstatten.

Nahrungsmittel als Wirkstoffe

„Schönheit kommt von innen“ und „Du bist, was Du isst“ lauten Sprüche aus dem Volksmund. Kein Wunder, dass Wirkstoffe aus Nahrungsmitteln auch in der Naturkosmetik zum Einsatz kommen. Die Hersteller von Naturkosmetik isolieren die Wirkstoffe aus verschiedensten Nahrungsmitteln und kreieren daraus natürliche Produkte für die Schönheit.

Der Granatapfel ist ein Heilmittel mit einer jahrtausendealten Tradition. Heimisch ist er im Mittelmeerraum und im Nahen Osten. Seine Kerne und der Saft enthalten viel sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C. Im Granatapfelöl stecken darüber hinaus hochwertige Fettsäuren und Phytoöstrogene. Diese beugen Entzündungen vor und können freie Sauerstoffradikale binden. Ein weiterer Wirkstoff im Granatapfel sind die Flavonoide, die bei Hautirritationen beruhigend wirken.

Die Wirkung von Karotten kann man an sich selbst feststellen, wenn man über mehrere Tage hinweg viel Karottensaft trinkt: Die Haut verfärbt sich bräunlich. In der Naturkosmetik wird das Öl deswegen oft als Farbgeber in Parfüms oder Cremes verwendet. Die kleine Rübe kann aber noch viel mehr: Ihr Provitamin A wird im menschlichen Körper zu Retinol umgebildet. Retinol ist einer der am besten erforschten Anti-Aging-Wirkstoffe. Mehrere Studien haben bewiesen, dass dieser Stoff die Körperzellen vor freien Radikalen schützt und die Haut außerdem besonders gut glättet.

Nicht nur auf dem Teller landen sollte außerdem der Reis. Seine ungesättigten Fettsäuren binden ebenfalls freie Radikale und spenden zugleich Feuchtigkeit. Besonders positiv wirkt sich das Körnchen auf das Haar aus. Reiskeimöl verbessert die Haarstruktur und verhilft dem Haar zu einem seidigen Glanz.

Weitere Infos zur Naturkosmetik:

  • » Naturkosmetik für Sie – Umfangreiches Portal mit diversen Marken und Anbietern. Infos zu den verschiedenen Wirkstoffen und Bestandteilen in der Naturkosmetik.

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