Öffentliche Hand als Arbeitgeber

Der öffentliche Dienst ist in Deutschland nach wie vor der größte Arbeitgeber. Hierbei unterscheidet man zwischen Angestellten der Kommunen, den Ländern und des Bundes. Verbeamtete Stellen gibt es in der Regel nur beim Bund und bei den Ländern.

Beamte gestern und heute

Noch immer kursieren zahlreiche Witze über Beamte, die meist zum Inhalt haben, dass diese Beamten nicht arbeiten, im Dienst schlafen etc.
Diese Zeiten sind längst vorbei: Auch auf den Ämtern hat eine gewisse Professionalisierung eingesetzt, die zudem mit einem starken Stellenabbau verbunden war, so dass die verbliebenen Angestellten und Beamten heute weit mehr Arbeit pro Person zu bewerkstelligen haben. Es ist anzunehmen, dass durch Finanzkrise, Schuldenbremse und dergleichen mehr sich dieser Trend fortsetzt. Der Staat hat längst in hohem Umfang begonnen, Arbeiten von privaten Anbietern übernehmen zu lassen, um so eigenes Personal abbauen zu können. Insbesondere auf kommunaler Ebene wurden viele öffentliche Unternehmen privatisiert wie beispielsweise Stadtwerke für Energie und Müllabfuhr sowie Aufgaben im Rahmen von Public Private Partnerships umgesetzt. Durch den teilweise ausufernden Niedriglohnsektor in der privaten Wirtschaft gilt der Öffentliche Dienst indes heute als attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber.

Kernbereiche der Öffentlichen Hand

Zu den Primäraufgaben des Staates und der Länder und Kommunen zählen die Verwaltung in Form von Ämtern jeder Art, Bildung und Kultur, Rechtssprechung sowie Sicherheit, also Armee und Polizei.
Hier werden Beamte und Angstellte eingesetzt, wobei vor allem im Kulturbereich zu beobachten ist, dass immer mehr private Firmen Aufgaben übernehmen, die nicht zwingend von Staatsbediensteten ausgeübt werden müssen.
Die Polizei hingegen kann man nicht privatisieren, wobei auch hier bereits private Sicherheitsdienste etwa im Fußballstadion teilweise polizeiliche Aufgaben übernehmen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen, da die Finanzlage der öffentlichen Haushalte wohl zu weiteren Einschnitten zwingen wird.

Wie man Beamter wird

Die Regierung versucht seit Jahren, die Zahl der Beamten zu verringern, da die hohen Pensionsansprüche dieser Berufsgruppe den Haushalt stark belasten. Daher ist es in vielen Bereichen heute nicht mehr möglich, Beamter zu werden. Etwa in Museen oder Schulen werden in der Regel keine Mitarbeiter mehr verbeamtet. Auch Lehrer sind heute nicht mehr automatisch Beamte, sondern meist Angestellte des Öffentlichen Dienstes des jeweiligen Bunedslandes.

Zugangsbedingungen zur Öffentlichen Hand

Verschiedene Stellen in der Öffentlichen Hand bedürfen Qualifikationen, die mit der Entgelt- oder Besoldungsgruppe in Zusammenhang stehen. Eine Karriere bei der Polizei, die mit einer Beamtenstelle als Kommissar enden soll, erfordert ein Abitur sowie ein Hochschulstudium, das allerdings während des Dienstes auf einer Polizeihochschule absolviert werden kann.
Eine Laufbahn im Innendienst oder als Streifenpolizist erfordert solche Zugangsvoraussetzungen selbstverständlich nicht; hier genügt in der Regel ein Haupt- oder Realschulabschluss. Ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragungen ist generell Voraussetzung, um eine Stelle im Öffentlichen Dienst antreten zu können. Wer sich intensiver für die Einstellungskriterien der Polizei und eine Bewerbung interessiert, sollte sich beispielsweise auf der Website traumberuf-polizei.de informieren. Hier werden auch gezielte Vorbereitungsseminare angeboten, um den Einstellungstest der Polizei zu bestehen.

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