Die Japaner haben bisher den Markt für Hybridfahrzeuge dominiert. Europäische und speziell deutsche Hersteller haben den Trend beinahe verpasst. Erst nach und nach werden eigene Modelle zögerlich eingeführt. Das gleiche Schauspiel ist auf dem Markt für reine Elektrofahrzeuge zu beobachten. Allerdings mischen hier auch amerikanische Firmen kräftig mit.
Unter Hybrid verstand man bisher Autos mit konventionellem Motor und einem zusätzlichen Antrieb über einen oder mehrere Elektromotoren. Der Benzinmotor wurde entweder durch den Elektroantrieb unterstützt oder konnte sogar für kurze Strecken oder bei geringer Geschwindigkeit den Antrieb vollständig übernehmen. Zu diesen ersten Varianten der Konstruktionen haben sich in letzter Zeit weitere Spielarten gesellt. So kommt aus Frankreich der erste Hybrid mit einem Dieselmotor. Man verspricht sich durch den Diesel eine weitere Verbrauchsreduzierung. Schwachpunkt bei den Hybriden ist genau wie bei den Elektrofahrzeugen die Autobatterie. Die bisherige Technik ermöglicht keine akzeptablen Reichweiten, sie ist schwer, voluminös und bei Unfällen problematisch. Im Versuchslabor sind neue Speichertechniken bereits im Testlauf. Sie werden zu Beginn ihrer Einführung allerdings sehr teuer sein. Deutsche Hersteller haben in letzter Zeit durch die Einführung von ausgereiften Hybridmodellen gegenüber asiatischen Herstellern aufgeholt. Allerdings sind deutsche Modelle fast ausschließlich in der Luxusklasse oder bei hochwertigen Sportwagen und SUV zu finden. Die Volumenmodelle setzen nicht auf Hybridtechnik.
Reine Elektrofahrzeuge sind nach wie vor selten. Konsequente Entwicklungen haben bereits interessante Autos mit beachtlichen Fahrleistungen hervorgebracht. Die Stromerzeugung über Brennstoffzellen oder die Speicherung in Batterien verfolgt hier noch verschiedene Wege. Einige Elektrofahrzeuge greifen in die Baukästen der Hybridtechnik und lassen einen Verbrennungsmotor zur Stromerzeugung für eine Reichweitenverlängerung an Bord des Autos laufen. Der Motor greift dabei nicht in Antriebsstrang ein sondern produziert nur Strom für den Hauptantrieb. Die Gemüter scheiden sich nun daran, ob es sich noch um reine Elektrofahrzeuge handelt. Die Entwicklung der Batterien wird entscheidend für die Zukunft sein. Mut für die deutschen Hersteller erzeugt Volkswagen. Der Hersteller will den neuen Kleinwagen Up, der im September auf der IAA vorgestellt wird, ab dem Jahr 2013 auch als reines Elektrofahrzeug anbieten.